Syrien und Irak sind besetzt ! Was nun?

Die pro-westlichen Geostrategen und die pro-iranischen Analysten kommen zu einem ähnlichen Ergebnis. Der vier Jahre andauernde syrische Bürgerkrieg hat den Staat Syrien faktisch aufgelöst. Die staatliche Ohnmacht der irakischen Regierung seit Abzug der Amerikaner, die Selbst-Auflösung seiner Armee und der Einzug iranischer Militärberater haben die Aufteilung des Irak in drei Teile (kurdisch, schiitisch und sunnitisch (ISIS) beherrschte Zonen), nach sich gezogen. Zu diesem Ergebnis gehört aber auch, dass in beiden Ländern Syrien und Irak, neben dem Regime in Teheran, ISIS zur Besatzungsmacht geworden sind. Dies bedeutet einen Paradigmenwechsel im Nahen Osten Nach bisheriger Lesart war die USA die Macht, die Sicherheitsgarantien übernahm und somit automatisch zum Hegemon wurde. Nach dem Bush-Desaster folgte nun die Obama-Doktrin des Rückzugs und der Abgabe von Verantwortung an lokale Kräfte. Der Wille Obamas, die über zehn Jahre währenden Atomverhandlungen zu beenden, war ein weiterer Schritt der Verabschiedung aus dem Nahen Osten. Auch dies endet gerade im Desaster. Das Schwellenland Iran wurde ungeheuer aufgewertet, allein durch die in allen Medien präsenten Verhandlungen auf Augenhöhe mit den Weltmächten und Deutschland. Die Länder im 1.bis 8.Rang beim Brutto-Inlandsprodukt sprechen mit Rang 32. Hiermit wurde der Iran in den Rang einer mitentscheidenden Weltmacht erhoben. Darüber hinaus hat die USA in den Nachbarstaaten mit ihrem Rückzug ein Vakuum hinterlassen, in das der Iran und andere islamistische Kräfte einströmen. Und dies entspricht genau den Vorstellungen der islamischen Fundamentalisten. Es ist das Ergebnis eines expansiven, fundamentalistischen, schiitischen Islam, der in Teheran seinen Anfang nahm. Die religiös begründete Ideologie einer apokalyptischen Befreiung durch…

Hearing über den islamischen Fundamentalismus

Videokonferenz: Maryam Rajavi sagt vor dem Ausschuss im US-Kongress aus Washington, d. 29. April 2015 – Am vergangenen Mittwoch hielt Maryam Rajavi, Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, per Videokonferenz vor dem Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses für Terrorismus, Nichtverbreitung (von Nuklearwaffen) und Handel eine Rede. Sie sprach bei einem Hearing unter dem Titel „ISIS: Bestimmung des Gegners“ und trat für einen Kurs dem islamischen Fundamentalismus gegenüber ein, der auch die Beseitigung des theokratischen Regimes in Teheran anstreben würde.

Von wegen friedlicher Iran unter Chamenei und Rohani

Sie sorgte für Überraschung und Skepsis, die Charme-Offensive des neuen iranischen Präsidenten. In einer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos warb Hassan Ruhani (65) um „Vertrauen in sein Land“, hinter dem iranischen Nuklearprogramm steckten nur „friedliche Absichten“. Vergrößern Irans Präsident Hassan Ruhani Foto: AP/dpa Jetzt schockieren zwei Urteile aus dem Iran den Westen: ► Das höchste Gericht Irans hat einen Säure-Attentäter dazu verurteilt, dass ihm die Augen ausgestochen und die Ohren abgeschnitten werden sollen. Dem nationalen Rat des Widerstands zufolge hatte der Angeklagte dem Mädchen namens Shirin im Oktober Säure ins Gesicht geschüttet. Sie verlor ihre Augen und ein Ohr. ► Ruhani lässt zwei Männer wegen „Perversion“ hängen. Der Hintergrund: Sie waren schwul. Das teilte die Justiz-Abteilung in Rascht im Norden des Irans am Sonntag mit, wie das konservative News-Portal „Washington Free Beacon“ berichtet. Ein weiterer Mann sei laut Menschenrechts-Aktivisten zum Tode verurteilt worden, weil er den Propheten beleidigt hatte.

Mursi und die iranischen Revolutionsgarden

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat den abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi der Spionage für den Iran beschuldigt. Er und 35 weitere Mitglieder der Muslimbruderschaft hätten sich zur Destabilisierung Ägyptens verschworen. Dabei hätten sie mit ausländischen Organisationen wie den iranischen Revolutionsgarden zusammengearbeitet.

Neue Allianz der USA und des Iran für Maleki

USA und Iran unterstützen Al-Maliki Die Bedrohung durch Al-Kaida-Anhänger wird im Ausland so ernst genommen, dass die USA und der Iran in seltener Eintracht Al-Maliki unterstützen. Washington will dem Premier, der eigentlich wegen seines autoritären Regierungsstils in der Kritik steht, moderne Apache-Kampfhubschrauber liefern. Doch der Ministerpräsident ist trotz der Hilfe in einer Zwickmühle. Er will bei den Parlamentswahlen im kommenden April eine Mehrheit für eine dritte Amtszeit. Dazu muss er sich einerseits als starker Mann präsentieren, der die Bedrohung für den Zusammenhalt des Irak abwendet. "Wenn er die Lage nicht rasch unter Kontrolle bringt, könnte die schiitische Mehrheit im Irak ihm rasch das Vertrauen entziehen", vermutet Walde. Andererseits könne der Regierungschef nicht allein auf die militärische Karte setzen. Das würde die Krise nur noch verschärfen. "Es braucht eine koordinierte Sicherheitsstrategie kombiniert mit einem Dialogangebot, um Extremisten zu bekämpfen und moderate sunnitische Politiker und Stammesführer einzubinden", sagt der Projekt-Koordinator der Naumann-Stiftung. http://www.dw.de/kämpfe-im-irak-gefährden-al-malikis-wiederwahl/a-17396943?maca=de-rss-de-region-nahost-3328-rdf
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